West Coast – Nerd-Tag im Silicon Valley

So, nachdem ich mich jetzt mal ganz außerordentlich über ein paar Kleinigkeiten aufgeregt habe (nein, das war auch nicht hormonell bedingt!), geht es mir jetzt wieder „friedlich“, und ich konnte die letzten drei Tage, an denen wir im Schnelldurchlauf die Westküste der USA abgeklappert haben, so richtig genießen.

Nachdem wir am Flughafen in San Jose gelandet waren (okay, ich musste mich doch kurz aufregen – wenn man einen Mietwagen hier versichern und sich so gegen existenzielle Schäden schützen will, ist plötzlich keine Rede mehr von 25 Euros, da landet man ganz schnell bei 75 Euro -grrrr, diese Kapitalisten!)

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bezogen wir schnellstmöglich das billigste Motel der Gegend (oha, nochmals aufgeregt – in den letzten 6 Jahren scheinen die Motelpreise hier um etwa 40 Prozent gestiegen zu sein, unter 90 Dollar ist eigentlich nicht zu bekommen (jaja, und dazu noch der schlechte Euro-Kurs, ist klar) und schliefen wahnsinnig bequem in den schönen großen Betten.

Am Morgen starteten wir dann in einen „echten“ Nerd-Tag,im Silicon Valley, der vor allem Männerherzen höher schlagen, mich jedoch auch nicht kalt ließ: Wir fuhren erst zur Hauptzentrale von Intel ,

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dann ging es zu GOOGLE, auf den bekannten „Google-Campus“,  der ganz besonders bunt und „kreativitätsfördernd“ angelegt ist, um die Mitarbeiter in einer Wohlfühlatmosphäre zu Höchstleistungen anzuspornen.

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Sogar Google-Autos und Google-Fahrräder stehen dort überall herum,

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  (vielleicht liegt ja auch Stephans berufliche Zukunft bei Google – als Fahrrad-Monteur)

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und besondere Freude hatten wir an den kleinen bunten Statuen, die jeweils ein Betriebssystem von Android darstellen sollen…

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Nach der ausgiebigen Erkundung des Google-Geländes (mit insgesamt drei wehen Füßen- wir haben uns an den Korallen beim Schnorcheln ganz schön aufgeratscht) ging es dann noch zum NASA-Zentrum hier in Kalifornien, wo eine Minimini-Ausstellung zu deren Weltraumleistungen  besucht werden kann.

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Kein Vergleich natürlich zum Cape Canaveral,

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aber immerhin: Die Infrarotkamera hat uns drei Freaks viel Freude bereitet.

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 Dann wollten die Jungs unbedingt ins PC History Museum  – hört sich sehr spannend an, oder? Naja, ich fügte mich einfach in mein Schicksal, nachdem beide so extrem begeistert waren. Und es war auch ganz interessant- wenn ich auch nicht die gleiche Euphorie wie die beiden xy-Genom-ausgestatteten Wesen neben mir mustern konnte.

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Von antiken Abakus (oder Abaken?/oder Abaki/oder Abakussen??? Hier ist sogar der Herr Gymnasiallehre, der vertieft Germanistik studiert hat, überfragt)

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über altertümliche  Ataris, die vor allem Ben in maßlose Begeisterung versetzen („Wow! Den hatte ich auch! Den habe ich damals zu Nicks (?!) Kommunion bekommen!“) bis zu den modernen Handhelds und Tablets ist hier einfach alles zu finden, mit dem man maschinell Berechnungen verschiedenster Zusammenhänge vornehmen kann.

Doch das Allerspannendste finden wir im Vorführraum D-320: Hier berichten zwei Opis, die selbst Pioniere des Computegeschäftes waren, als diese Rechner noch ganze Zimmer einnahmen und mehrere Millionen Dollar kosteten,

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wie sie als Systemadministratoren immer nachts, wenn der eine Computer, den die Uni besaß,  mal für einige Stunden nicht von Professoren und Studis bestetzt war,

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an intelligenten Lochkartenprogrammen feilten und zu guter Letzt dem Monstrum dann Anfang der 60erJahre eine kleine Melodie entlocken sowie ein „krasses“ Computerspiel, bei dem man mit zwei Raketen aufeinander schießen kann, entwickelten.

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Echt krass, sich vorzustellen, dass man heute Abertausende  von Liedern auf einem winzigen Ipod speichern oder Spiele programmieren kann, die eine Real-Life- Optik haben, das man manchmal mehrmals hinsehen muss, bevor man erkennt, dass es sich um ein Computerspiel ud nicht um einen Spielfilm handelt…

Zu guter Letzt widmen wir uns dann noch den Programmiersprachen, die mir – vor allem Delphi und Turbopascal, aufgrund meiner traumatischen Informatik-Erfahrungen in der Mittelstufe – den kalten Angstschweiß auf die Stirn treten, Ben aber nur triumphierend grinsen lassen (“ Also, siehst du, wie sich zum Beispiel JavaScript entwickelt hat …Nerdblabla“)

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Aber wer weiß, vielleicht trägt ja dieser Nerd-Tag  dazu bei, dass mein von ignoranten Mathematiklehrern im Keim ersticktes  Interesse für Technik und Programmieren doch noch „aufflammt“…;-)

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