Clifden Limestone Caves – Weißt du wie viel Sternlein stehen?

Wie unter dem südlichen Sternenenhimmel ( den wir ja bereits lyrisch verewigt und dessen klareh

Schönheit wir schon intensiv besungen haben) kamen wir uns am heutigen Nachmittag vor.
Staphan hatte in seiner „Wikicamps“-App doch noch mal Höhlen-Empfehlungen entdeckt (Zitat Julia: „Oh nein! Ich hatte das doch zu vertuschen versucht!“), und so machten wir uns wohl oder übel auf den Weg nach Clifden, wo ganz nah am Ortsrand unter idyllisch-grün wogenden Wiesen mit idyllisch-friedlich grasenden Schafen

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tatsächlich ein über 400 Meter langes unterirdisches Höhlensystem verborgen liegt.

Anfangs waren wir beide fasziniert von der totalen Dunkelheit, die uns bereits nach wenigen Schritten in den unterirdischen Bau empfing. Doch mit unseren Taschenlampen (naja, Handylampe und Schrankinnenbeleuchtung, man muss sich nur zu helfen wissen) kletterten wir -übrigens diesmal beide total begeistert – über zahllose Felsen,

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bis wir zu einem Alkoven kamen, in dem uns einige Glühwürmchen auffielen.

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Wir schalteten die Lichter ganz aus, um das Spektakel angemessen genießen zu können, und siehe da, plötzlich war der gesamte Höhlenbereich von kleinen Leuchten übersät und man fand sich wie unter einem Sternenbaldachin wieder. Einfach traumhaft, und soooo romantisch!

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Bald darauf fanden wir auch den Ausgang, der über einen steilen Aufstieg hinauf wieder auf die idyllischen Schafwiesen führte.

Beide hatten wir jedoch noch nicht genug vom Klettern, weshalb wir uns wieder ins Dunkel begaben, um zurück zum Anfang unserer Expedition zu gelangen. Glücklich stellten wir dann dort -beim Blick auf die Infotafel- fest, dass die Höhle noch viel viel weiter und tiefer, dann über Steigungen weiter hinab in die Felsen führte und dort nach 40 Minuten ein weiterer Ausgang zu finden sei.

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Also, auf ging´s, und so kraxelten wir bald weiter, immer tiefer ins Dunkel hinein, an Glühwürmchen vorbei, die uns den Weg beleuchteten, so dass wir unsere Lampen nur noch ab und zu für die Orientierung anschalten mussten (Zitat Stephan: „Im Dunkeln ist es doch auch viel abenteuerlicher!“)

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Durch kleine Öffnungen, über umgestürzte Steine, an Felsspalten vorbei ging es so eine ganze Weile durch die unterirdische Höhlenwelt, und bald reichten Julia die Abenteuer, und sie sehnte den Aufstieg ans helle Tageslicht (zu den Schäfchen!) herbei.

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Doch – oh weh – kaum am unterirdischen pool angelangt, der den Endpunkt markieren sollte, mussten wir leider feststellen, dass der Pool innerhalb der letzten tage durch den regen wohl stärker überflutet sei und man erst nach Durchqueren des Wassers (schwimmen? waten? Man weiß es nicht genau) wieder heraushätten klettern können. Nun ja, das wollte Julia dann aber gleich gar nicht, und so biss man in den sauren Apfel und kletterte halt die ganze Strecke zum Eingang zurück…
Nicht für Schwangere und Rückenleidende zu empfehlen (gut, dass wir mit beidem (noch) nichts zu schaffen haben;-)
Überglücklich kraxelten wir dann aus der Finsternis ans Tageslicht – aber: Es war ein echtes Abenteuer gewesen, und die abertausenden von Glühwürmchen, die uns auf unserer langen Reise begleitet haben, werden wir sicher nicht mehr so schnell vergessen! Insgesamt ist es schon bemerkenswert, dass man hier ohne Sicherheitsmaßnahmen (und ohne Eintritt, freu;-) und völlig alleine in tiefe Höhlen absteigen kann – man hat hier einfach noch einen anderen, irgendwie direkteren Bezug zur Natur. Außerdem ist man wohl hier der Meinung, dass natürliche Auslese nach Darwin die Immigrationsbeschränkungen zusätzlich unterstützt;-)

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