Milford Sound – Traumpfade zu Traumfjorden

Weckerklingeln – 6:15 Uhr (brr)
Temperatur- 7 Grad Celsius (brrr)
Lust, sich aus dem warmen Bettzeug herauszuschälen und im kalten Auto anzuziehen – 0 (brr)

ABER: Wer ein Sparfuchs ist und nur begrenztes Budget zur Verfügung hat, der muss aufstehen, um die Schnäppchentour – Fahrtkosten um 09:00 Uhr morgens, 45 Dollar pro Ticket (um 13 Uhr 79 Dollar, weil da die ganzen Tourigruppen aus Te Anau und Queenstown angekarrt werden) und dazu haben wir bei einem Ticket noch die Hälfte gespart, weil Stephan ja Fahrer eines Lucky-Vehikels ist, und mein Ticket haben wir bei GRABONE, einer Art Schwesterunternehmen von GROUPON, für 37 Dollar ergattert) auf dem berühmt-berüchtigten Milford Sound (der eigentlich ein Fjord) ist zu unternehmen.

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Macht das unbedingt, haben sie gesagt. Das dürft ihr auf keinen Fall verpassen, haben sie gesagt. Es lohnt sich, die 250 km extra zu fahren, haben sie gesagt…

Und sie hatten recht! Dieser Fjord ist etwas Besonderes (wenn wir das mal mit unserer einzigen Fjord-Erfahrung in Norwegen vergleichen dürfen.

Bei bibberkaltem Wind und erst wolkigem, dann aber strahlendem Firmament fuhren wir an hohen Berggipfeln und Wasserfällen vorbei den Fjord hinunter bis zur Schwelle ans offene Meer – heißer Tee,

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zahllose Fotogelegenheiten und eine kalte Dusche ( sogar ein bisschen nass wurden wir, als das Schiffchen extra vor dem Stirling-Wasserfall beidrehte)

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inklusive! Dazu gab es noch ein paar Seerobbenbabies

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und extrasahnige Blicke auf die Gipfel der Umgebung – es hat sich also tatsächlich gelohnt, Zeit und Kälte zu trotzen und hierherzufahren! Danke, Olli, Diana und Michi, Touristinfo Christchurch undundund für diesen Tipp! Für einen weiteren Tipp waren wir dann sogar noch umso dankbarer, hatte man uns doch darauf hingewiesen, dass hier am Milford Sound die Sandfliegen besonders schlimm wüten – also verpackten wir uns zusätzlich zu den 7 Schichten und den Mützen gegen die klirrende Kälte auch noch in hohe Socken und drei Lagen Insektenspray, und da die Viecher sich zwar davon nicht abhalten lassen, aber bei erhöhter Dichte der schleimigen Flüssigkeit auf der Haut geradezu darin ersaufen, konnten wir die Fahrt einigermaßen genießen. Übrigens haben wir durchaus Verständnis dafür, dass es hier so viele Sandfliegen gibt:

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Einer Maori-Legende nach entschied die Göttin des Todes, nachdem sie den unvergleichlichen Zauber des Fjordes erblickt hatte, dass man, um die Menschen , die bei dieser Schönheit leicht vergessen, dass sie sterblich sind, davon abzuhalten, für immer hier bleiben zu wollen, dies nur verhindern könne, wenn man ihnen die kleinen Quälgeister auf den Hals hetzte… Da können wir beim Anblick dieses majestätischen Fjordes nur zustimmen – sonst hätten wir sicher auch vergessen, dass wir ja im Sommer wieder zu Hause sein und bis dahin noch einiges erledigen wollen, und wären auch für immer geblieben!

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