Wellington – Stadt unter dem Winde

Heute stand der Besuch der kleinen Hauptstadt der kleinen Nordinsel der kleinen Nation Neuseeland auf dem Plan.

 

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Zwar erreichten wir die Stadt nach einer ausgedehnten Spaghetti-Bolognese-Pause (das Hackfleisch musste doch dringend weg!) und einer heißen Dusche (1$ im öffentlichen Schwimmbad in Porirua) erst gegen 15 Uhr, doch da die Sonne herrlich von einem wolkenlosen Himmel schien (und kein Wind zu spüren war, obwohl der doch hier so extrem wehen soll) und wir dann gleich einen Parkplatz am botanischen Garten (kostenlos, jucheee) ergatterten, machte uns das gar nichts aus. Von diesem vielgerühmten Park aus wollten wir nach einem tollen Rundblick über die City dann hinabsteigen in das Herz der Stadt, die direkt am Meer liegt. Leider trübte die Stimmung sich etwas ein, als den beiden Herren zu Bewusstsein kam, dass Wellington auf zahlreichen Hügeln liegt und vor dem Abstieg in die Stadt noch ein steiler Aufstieg durch den botanischen Garten zu erfolgen habe.

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Als dann noch eine ungezähmte Diskussion darüber ausbrach, wer auf diesem ach so beschwerlichen Weg den Rucksack mit den Wasserflaschen zu tragen habe,

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schien es erst so, als ob der Tag trotz bester Vorzeichen ins Wasser fallen würde.

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Doch bald einigte man sich, und sooooo schlimm war dieser Berg dann (im Vergleich zum gestrigen Gipfelweg) doch nicht – insbesondere, nachdem der Lookout die versprochene, wirklich wudnerschöne Aussicht bot.

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Von da aus kletterten wir dann über steile Nebenstraßen hinein in die Innenstadt, und Julia machte ganz schön Tempo, denn sie wollte unbedingt noch vor 17 Uhr im Te Papa- Museum, dem Nationalmuseum Neuseelands, sein, um wenigstens noch eine Stunde die multimediale Ausstellung dort ansehen zu können. (Zitat Julia: „Also ich wäre am Boden zerstört, wenn ich NZ verlassen würde, ohne dieses Museum gesehen zu haben!“)

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Und tatsächlich waren die Exponate – zum Beispiel zur Plattentektonik der Erde und der damit verbundenen Erdbebengefahr – extrem anschaulich und wir hatten einen Mordsspaß: Habt ihr schon mal ausprobiert, welche Erdbebenstärke ihr mit reiner Körperkraft erzeugen könntet?

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Oder ob ihr in der Lage wärt, ein technisches Gerät zu bedienen? Darüber hinaus ist hier ein kleines Wohnzimmer nachgebaut, in dem der geneigte Besucher nachempfinden kann, wie die Stöße eines Erdbebens sich auswirken können.

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Neben diesen geologischen Teilen der Ausstellung gibt es auch noch – und mehr haben wir nicht geschafft, obwohl auch noch eine ganze Etage zu den Maori zu sehen gewesen wäre – einen großen Bereich, der den Unterwassertieren gewidmet und in dem ein riesengroßer, eingelegter Krake ausgestellt ist -hmmmm, lecker!

Hier fehlte nur noch eine Giant Knoblauchmarinade(angeblich ist dies das einzige Museum, in dem es einen solchen Giant Squid zu sehen gibt). Und hatten wir nicht neulich von den extremen Ausmaßen von Blauwal-Herzen berichtet? Hier konnte man anhand eines Modells selber erkunden, das tatsächlich nicht nur Kleinkinder, sondern auch ausgewachsene Grundschullehrerinnen durch die Arterien klettern könnten…

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Leider wurden wir Punkt sechs trotz schwacher Proteste aus dem Museum entfernt – aber kein Problem, eigentlich war es bei dem herrlichen Sonnenschein und dem knallblauen Himmel bei 25 Grad ohnehin viel zu schade, indoors herumzuhängen, und so genossen wir das bunte Treiben am Hafen

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und auch noch eine Flasche Wasser (selbst mitgebrachtes, hier geht das) in einem tollen Café direkt in den letzten Sonnenstrahlen am Wasser.

Dann machten wir uns auf den Weg durch das Civic Centre zur Fußgängerzone in der Cuba Street und von da aus ins Ausgehviertel, wo wir landestypisch (äh, chinesisch, war einfach billiger;-) essen gingen..

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Nachdem wir beim Abstieg in die Innenstadt erlebt hatten, welche Steigungen hier für den Rückweg zurückzulegen wären, entschieden wir (naja, also alle außer Julia) lieber ein Cable Car-Ticket zu kaufen und mit der Bahn, einem der Symbole der Stadt, den Rückweg zum Aussichtspunkt am botanischen Garten zurückzulegen.

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Fazit Julia zu Wellington: „ Ach, so eine schöne Stadt, hier könnte ich auch leben!!!!!!!“ (So wie in jeder Stadt bisher, gell?)

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