Rotorua – Geothermie und Maori-Kultur

Gleich am zweiten vollen Nordneuseeland-Tag wollten wir das Programm nach den klassischen Höhepunkten schneidern: Herr der Ringe (mal wieder) und Geothermie.
Also brachen wir frühmorgens nach Hobbingen auf, wo die Anfangsszenen von HdR und viele Abschnitte des Hobbits gedreht wurden. Eigentlich handelt es sich bei dem Drehort um eine klassische Schaffarm, die jedoch von Peter Jackson entdeckt und dann mit den Sets der Hobbithöhlen bestückt wurde. Nach Beendigung der Dreharbeiten zu beiden Saga-Schinken nun kann man das Set eben – als Fan und Tourist – besichtigen. Dummerweise stellte sich schon bei Anfahrt heraus, dass es sich mitnichten um ein spezielles Kleinod, das nur wenige Menschen aufsuchen, handelt, sondern um eine krasse Touristenmaschinerie, in der ganze Busladungen von Touris vom Café/Souvenirshop auf die grüne Wiese transportiert werden, um die runden Türen und das Gasthaus des Auenlandes zu bewundern – und das ganze für nur 75 Dollar pro Mann…
Die Entsheidung fiel in diesem Falle mir und Ben nicht schwer, wir überließen es aber Stephan, endgültig die Wahl zu treffen, ob er diesen Hotspot sehen wollte oder nicht, Schweren Herzens und von der Vernunft (und der Ablehnung dem Massenterrorismus – äh – tourismus gegenüber) geleitet, beschloss er, nur einen Kaffee hier zu trinken und dann per Auto lieber die „Ränder“ des Auenlandes zu erkunden (Übersetzung: Um die riesige Farm herumfahren).
Genau das tatem wir dann auch, und wie ihr sehen könnt, haben wir doch tatsächlich ein bisschen Hobbingen entdeckt.,,

Nachmittags schnallte Ben sich dann die Go Pro um (jetzt fühlt er sich wie „Iron Ben“)

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und so ausgestattet besichtigten wir hier in Rotorua das lebendige Maori-Dörfchen Watematema, wo Maori, die in dieser Siedlung leben, auf sehr nette Art und Weise ihre Kultur vermarkten und dem interessierten Besucher die Geysire

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und heißen Tümpel und Pools, die direkt in ihrer Mitte liegen,

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zeigen. Sogar einen besonderen Imbiss konnte man erwerben: Maiskolben, die direkt im 90 Grad heißen Sulphur-Becken zubereitet worden waren – schmeckten natürlich gaaaaaaanz anders als sonst;-)

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Auch die kleine Show, die die Maoris hier zeigten, und in der es um Begrüßungsrituale und die klasischen Kriegstanzelemente ging (habe alles für die interessierte Mitwelt wie ein guter Deutscher auf Video gebannt),

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trugen sehr zu unserer Erheiterung bei. Nachdem wir dann noch die beiden natürlichen Geysire ausgiebig bewundert hatten (es gibt in der Nähe noch einen grüßeren, aber der wird jeden Vormittag durch Knopfdruck ausgelöst, und das finden wir alle gaga), starteten wir zu einem langen Spaziergang um den kochenden See,

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den Stephan und ich in gemächlichem Tempo, Ben aber im „Iron Ben“-Modus – also rennend – zurücklegte, um mal GoPro-würdiges Material zu generieren – wir haben uns totgelacht;-)

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Nach dieser extremen körperlichen Erfahrung mussten wir uns dann erst mal entspannen und was böte sich da besser an als ein Bad in den Twin Streams, einer Stelle, an der ein kalter und ein geothermisch erhitzter Fluss zusammenleufen und Hinz und Kunz zum kostenlosen Bad einladen?

Eigentlich eine echt coole Angelegenheot, fanden jedenfalls Ben und Stephan, nur Julia zeigte heute ihre „zickige“ Seite, weil sie vor lauter Angst vor Bakterien, die sich in diesem Tümpel tummeln könnten, kaum zur Ruhe kam. Glücklichrweise fand sich im Anschluss aber noch eine heiße (!) Dusche, und so konnte der ganze Modder abgewaschen und entspannt zur Nacht gespeist (heute: Pizza bei Dominos) werden… Gute Nacht!

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