West Coast – Die grüne Hölle Neuseelands

Ganz unter dem Motto „grün“ stand heute übrigens der ganze Tag – aber das passt ja eigentlich ganz gut, ist der 17. März schließlich der Saint Patrick´s Day und damit der Nationalfeiertag der Iren, der mit vieeeeeel Grünem und vieeeeeel Bier gefeiert wird ( bei uns gab es zwar viel grün, aber nicht viel Bier, sehr schade eigentlich….)

Morgens schon fuhren wir bei Sonnenaufgang die West Coast der Südinsel Neuseelands ab – und glaubten direkt , uns schon im Amazonas-Regenwald wiederzufonden, so wild und grün wuchert es hier zwischen den Felsen.

Pünktlich zur höchsten Flut (und gerade noch rechtzeitig vor einem riesigen Reisebus Asiaten, gut, dass Julia auch in ihrem fortgeschrittenen Akter ihre Blase noch gut im Griff hat und dementsprechend die Pinkelpause nach hinten schieben konnte;-) erreichten wir die berühmten Pancake Felsen und die noch berühmteren Blow Holes,

aus denen das Meerwasser, das durch enge Löcher nach oben gedrückt wird, nur so herausschießt und dabei – bei richtigem Lichteinfall – auch noch traumhafte Regenbogeneffekte erzeugt werden…

 

Nachdem wir dieses wunderschöne ( und zudem auch noch kostenlose) Schauspiel ausgiebig genossen hatten, machten wir uns auf den Weg zu unserem nächsten Tagesordnungspunkt: Die Maori-Höhlen direkt am Meer

20150317_110158 20150317_105406 20150317_110409 20150317_095003und die „Fox River Caves“ mitten im Urwald erwarteten uns! Um zu letzterer zu gelangen, mussten wir alleridngs einen insgesamt 4-stündigen Wanderweg über Stock und Stein, über rutschige Felsen und unebenes Gelände absolvieren – kurzum, ein Spaziergang für Stephan, eine Riesenherausforderung für Julia.

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Diese jammerte zwar nicht, machte aber mit Sprüchen wie: „ Machst du vielleicht auch mal ein Foto von mir in dieser grünen Hölle?!“

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oder „Ich bin ja echt in vielem wie Bella – so ungeschickt, dass es fast an Behinderung grenzt, schon immer irgendwie mittelalt und außerdem hatte mein Papa früher auch ´n Schnurr20150317_130328bart…

Die Frage ist nur: Wo bleibt eigentlich mein fürsorglicher, reicher Vampir, der mich über alle Gefahren einfach hinwegträgt???“ ihren Standpunkt durchaus deutlich.

ABER: Sie schaffte die volle Strecke ohne größere Stürze und Zwischenfälle (außer, dass sie noch das klare Wasser zur Körperpflege nutzte),

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und beinahe, also fast in dem vorgesehenen zeitlichen Rahmen. Sogar in die stockfinstere Fox-Cave kletterte sie – mit Taschenlampe bewaffnet- mehrere Dutzend Meter mit hinein, erst vor dem engen letzten Gang, in dem man knietief im eiskalten Wasser waten musste, kapitulierte sie dann. (Zitat Julia: „ Was heißt hier kapitulieren?! Das war das einzig Vernünftige!“)

 

20150317_130905Die Höhle war übrigens extrem spannend zu beklettern, mit zahlreichen Felsvorsprüngen, Stalaktiten und Stalakmiten und eben auch Abbrüchen, über die man sich (mehr oder weniger geschickt halt, gell, Julia?) hangeln musste.

Insgesamt schon sehr abenteuerlich!

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In der Höhle trafen wir (jetzt lacht nicht, wo soll man sonst Leute kennen lernen?) ein sehr junges und nettes Mädel aus Deutschland, mit der wir uns dann zusammentaten und zurück in die Zivilisation wanderten. Sophie zeigte uns auf, wie man auch durch Neuseeland reisen kann: Sie ist seit fast 5 Monaten hier und schläft auch in einem Auto, allerdings dem eigenen, das sie hier gekauft hatt, geht jeden Tag einen coolen Track bewandern, ernährt sich fast ausschließlich von Rosinen und Reis und genießt die Natur in vollen Zügen… Hätten wir tatsächlich noch genug Zeit gehabt, länger hier zu bleiben, hätten wir uns denke ich auch ein eigenes Auto gekauft, um darin zu leben, und uns dann allerdings mit unserem Working Visa einen Job gesucht, denn gerade in der Gastro stolpert man immer wieder über Offers oder sieht sehr junge Menschen, wie sie irgendwoe nachfragen, ob jemand eine Aushilfe oder Unterstützung sucht, Aber so sollte es eben nicht sein, stattdessen sehen wir jetzt viel viel mehr von der Welt und halten dementsprechend unser Tempo bei – diese Woche geht es noch nach Wanaka, Queenstown, auf den Spuren Frodos und Gandalfs nach Glenorchy und zum Milford Sound, bevor wir auf die Nordinsel übersetzen und dort den ollen Ben treffen, der eine „Mini-Mini-Weltreise“ macht und uns wieder mal einige Wochen begleiten wird…
Also bleibt dran!

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