Dubai – Willkommen im Konsum-Tourismus-Paradies

Dubai, 05:45 Uhr: Müde, aber glücklich treffen wir nach einem sehr angenehmen und luxuriösen Flug (Emirates – viel Beinfreiheit, gutes Essen, toller Service, und vor allem: Nicht ausgebucht;-)im bereits 19 Grad warmen Dubai in einem beeindruckenden Terminal ein.

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Dubai: 07:15 Uhr: Nach einer launigen Fahrt in der Dubai-Metro (die tolle Ausblicke gewährt, rein elektronisch gesteuert wird und in der sich die Fahrt wegen der Schienenführung manchmal anfühlt wie in einem Rollercoaster)

IMG_0106erreichen wir unser Hotel – und fühlen uns gleich wieder wie „zu Hause“ – das Haus ist komplett in indischer Hand, und neben indischen Restaurants und einem indischen Pool gibt es sogar einen indischen Nachtclub im Haus.

Dubai: 07:30 Uhr: Nach einem etwas überstürzten Aufbruch (und dem ersten kleinen Zoff des finalen Reiseabschnittes;-) wollen wir von der Metro aus zu Fuß das berühmte Luxus-Hotel „Burj al Arab“ erreichen – leider unterschätzen wir durch die immense Größe des Gebäudes die Entfernung und schlappen so fast eine ganze Stunde durch teure Villenviertel, die offensichtlich am Reissbrett entworfen wurden, zum nahen Strand und dem dazugehörigen Hotel – nur, um dann festzustellen, dass man sich dem Hotel nicht mal bis zum Haupteingang nähern kann, sondern bereits zuvor von sehr freundlichen Wachmännern (Inder!) aufgehalten wird. Natürlich könnte man den Privatstrand des Hotels für einen Tag nutzen – aber für 120 Euro pro Person wollen wir dann doch lieber etwas anderes unternehmen. Einer der freundlichen Guards beschreibt uns aber freundlich den Weg zum öffentlichen Strand in Jumeirah, und siehe da:

Hier ist der Sand total sauber, wegen der frühen Stunde sind auch noch kaum Touristen da (die Kreuzfahrt-Busse kommen erst immer gegen 10 Uhr an) und man hat einen herrlichen Blick auf das Burj al Arab, vor dem man auch herrlich im (zugegebenermaßen ziemlich eisigen ) Meereswasser posieren kann.

Überhaupt die Temperaturen: Als wir gegen halb elf den Strand verlassen, steht die Sonne schon hoch am knallblauen, wolkenlosen Himmel, und das Thermometer hat sich bei sehr angenehmen 27 Grad eingependelt. So bekommen wir ganz nebenbei schon etwas Farbe, beschließen dann aber auf dem Fußmarsch zurück zur Metro, dass wir jetzt erst mal eine Sonnen-Pause brauchen, und fahren deshalb zur nahe gelegenen „Mall of Emirates“.

Dubai 11:30 Uhr: Diese Mall beeindruckt uns sofort – sie ist einfach nur riesig! Auf vier Stockwerken finden sich insgesamt über 500 Geschäfte, fast 100 Restaurants und sogar ein eigenes Skigebiet;-)

Und hier stellen wir auch fest, weshalb Dubai gleichzeitig fasziniert und auch skeptisch macht: Der Luxus und der Konsum, die gerade in solchen Prestige-Projekten wie dieser Mall absolut im Vordergrund stehen, begeistern durch ihre schiere Immensität, hinterlassen jedoch auch einen schalen Beigeschmack des Oberflächlichen… Von „arabischer“ Kultur haben wir zumindest bisher noch nicht viel mitbekommen. Dafür sehen wir mit eigenen Augen, wie die Reichen und Schönen dieser Welt neben dem Shoppen auch bei Schnee-Abenteuern in der Wüste ihr Geld auf den Kopf hauen, und bedauern bei einem kleinen Fastfood-Imbiss unser Würstel-Dasein ein kleines bisschen…

Dubai 13:30 Uhr: Uns tun vom vielen Laufen die Füße mittlerweile ganz schön weh, und als ich in der Metro dann auch noch einschlafe, beschließen wir, die Stadttour zu unterbrechen, um in unserem gemütlichen Hotelzimmer ein kleines Mittagsschläfchen zu halten, um die in der Nacht verlorenen Stunden wieder gutzumachen.

Dubai 17:30 Uhr: Wir machen uns nun einigermaßen erholt wieder auf den Weg in diese faszinierende Stadt – nicht, ohne vorher intensiv überlegt zu haben, welche Klamotte für Frau für den Abend wohl angemessen sei. In meinem grünen Kleid fühle ich mich allerdings zwischen all den relativ hochgeschlossenen Immigrantinnen ( Araberinnen haben wir bis dato kaum gesehen) etwas unwohl und schmeiße mir lieber doch noch meinen weißen (euch wohl allen bekannten;-) Lieblingspulli über.

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So einigermaßen angemessen gekleidet besteigen wir wieder mal die Metro und fahren ins Stadtzentrum, zum Burj Khalifa, dem höchsten Gebäude der Welt, dass wir am morgigen Tag im Hellen besteigen bzw. beliften werden und das wir heute bereits von außen bei Nacht genießen wollen. Und es hat sich gelohnt, das Zimmer nochmals für diese Aktion zu verlassen: Alleine die Straße, in der der immens hohe Turm steht, ist ein Schauspiel der Lichteffekte und Wasserfontänen…

Aber auch die andere Seite des Burj Khalifa hat es in sich: Direkt an das Gelände schließt sich ein riesiger See an, der den Burj mit der ebenfalls riesigen „Mall of Dubai“ verbindet und auf dem sich jeden Abend tausende von Menschen – Einheimische, Expats, Touristen – versammeln, um hier Zeuge von extrem aufwendigen Musik-Wasserfontänen-Licht-Installationen zu werden ( Hammer! Stephan konnte mich erst nach drei verschiedenen Liedern losreissen;-)

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Hier sehen wir jetzt auch viele arabische Familien, die in traditionelle Gewänder gehüllt sind: Die Männer tragen lange, helle Gewänder und ein arabisches Tuch als Kopfbedeckung, viele Frauen haben die schwarzen Burkas an, manche tragen gesichtsfrei, bei anderen sehen nur noch die Augen aus schmalen Sehschlitzen heraus. Als wir dann noch einige sehr junge arabische Frauen entdecken, die in kurzen Miniröcken unterwegs sind, freuen wir uns darüber, dass Dubai als weltoffenes Land wohl verschiedene Ausprägungen der Kleiderordnung zulässt. Überhaupt bekommen wir nun, hier in der Mall bzw. auf dem pompösen Außengelände einen Eindruck davon, wie die arabische Kultur hier mit dem Luxus des modernen Konsums und der neuesten Technologie verschmilzt.
Insbesondere im Souk, der in einem der Trakte der Mall liegt, und bei der Lichtshow, die zu einem klassischen arabischen Volkslied gezeigt wird, nehmen wir das ganz deutlich wahr.
Wir hoffen, dass wir morgen – nach dem Besuch des höchsten Gebäudes der Welt – noch Zeit haben, in den alten arabischen Stadtkern- Deira- am Dubai-Creek zu gehen und uns dort auf dem Gold-Souk herumzutreiben und arabisches Essen und arabische Eindrücke zu genießen – wir halten euch natürlich gerne auf dem Laufenden;-)

4 Gedanken zu „Dubai – Willkommen im Konsum-Tourismus-Paradies“

  1. Endlich gibt es wieder was zu lesen!
    Und bei einem Blick aus meinem Fenster denke ich mir: „Schön, dass bei uns der Schnee nicht nur in einer Mall sondern direkt vor der Tür liegt! „

  2. Zunächst zu Stefanies Kommentar:
    Super, dass Du dem Schnee ja doch mal was positives abgewinnen kannst – Daumen hoch 😉
    (auch wenn dieser weiß-nasse Matsch für Bayern ja eigentlich kaum als Schnee durchgeht)

    Hihi, witzig, Stephans Gesicht im Flugzeug kann man nicht gerade das Angenehme und Luxoriöse des Fluges entnehmen.
    Aber gut, dass Ihr das Streiten gleich am Morgen erledigt habt, denn dann konntet Ihr Eure Aufmerksamkeit gleich auf diese faszinierende und etwas verrückte Stadt lenken.

    27° – ja, könnte ich mir grad auch gut vorstellen.

    Die Fotos sind toll – war super, dass Ihr Euch diese Handy-Kamera noch geholt habt!

    Ich wünsche Euch viel Spaß und noh tolle Eindrücke.
    Das Abenteuer geht weiter …
    (leider ist in diesem Wort auch „teuer“ enthalten ;-))

  3. Toll, dass ihr wieder unterwegs seid – dann gibt’s endlich wieder Berichte aus der großen weiten Welt. Ich hab heut 6 Stunden korrigiert, nach dem Unterrichten natürlich. Vielleicht baut euch das noch weiter auf und bestätigt euch in dem Gefühl zur richtigen Zeit mit dem richtigen Menschen am richtigen Ort zu sein.
    Alles Gute für euch…

  4. Weiter dabei mit den guten Vorsätzen und steige nun hier wieder mit ein 😉
    Eure 27°C wären mir allerdings auch lieber! Schneesturm und Fahrrad (Tom) passen einfach nicht so gut zusammen.

    Ich hoffe, ihr seid auf dem Souk vor der „verbotenen Erfahrung“ verschont geblieben..? 😉

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